Es gibt viele unterschiedliche Arten von Krediten. Es gibt Kredite für Privatpersonen, für kleine und große Unternehmen, sowie für Länder und Staaten.
Was sind denn überhaupt Mikrokredite?
Die sogenannten Mikrokredite sind kleine Kredite von einem Euro bis unter 1.000 Euro für Kleingewerbetreibende überwiegend in Entwicklungsländern.
Die Kredite sind eine Art Entwicklungsförderung und sollen dazu dienen die Existenz für Kleingewerbetreibende zu sichern.Ohne diese Mikrokredite könnten viele kleine Unternehmer in den Entwicklungsländern kein Geschäft betreiben. Den Kredit nehmen die Kleingewerbetreibenden oft als Startkapital um einen Laden zu eröffnen beziehungsweise um ein Gewerbe anzumelden.
Die Unternehmer bekommen die Mikrokredite in der Regel von spezialisierten Finanzdienstleistern und nichtstaatlichen gemeinnützigen Organisationen.
Die Geschichte der Mikrokredite:
Mikrokredite sind nichts neues. Dieses Instrument zur Förderung von Kleingewerbetreibenden gibt es schon viele Jahre.
Eine ähnliche Unterstützung mit einem anderen Namen gab es schon vor über 150 Jahren.
Damals gab es ein spezielles Genossenschaftsmodell das nach dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip funktionierte, danach arbeiten heute viele Mikrofinanzinstitute in den Entwicklungsländern.
Anfang der 90er-Jahre gab es diese Idee wieder in Europa, als sich für die stetig wachsende Zahl der Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit eine Lücke in der Finanzierung zeigte. Diese Finanzierungslücke musste geschlossen werden.
Es gab ein spannendes Modell das in den Niederlanden entwickelt wurde.
Dort entstand das Modell Tante Agathe. Dieses Modell Tante Agathe sollte zur Aktivierung von Privatkapital für Existenzgründer sein. Auch die Franzosen hatten für diese Theamtik ein Modell entwickelt.
In Frankreich wurde 1989 die gemeinnützige Adie gegründet. Die Adie hat mittlerweile rund 100 Zweigstellen, des Weiteren werden jährlich über 10 000 Mikrokredite an Arbeitslose vergeben.
Ein interessantes Unternehmen der Neuzeit ist die Firma Kiva.
Seit 2006 gibt es über das gemeinnützige Unternehmen im Internet die Möglichkeit, Mikrokredite direkt an einen selbst ausgesuchten Kreditnehmer in einem Entwicklungsland zu vergeben.
Das ist eine ganz tolle Entwicklung und eine schöne Möglichkeit um gezielt eine Hilfe anzubieten.
Wie funktioniert der Mikrokredit, Die Arbeitsweise:
Die Rückzahlungen sind ein wichtiges Thema. Mikrokredite sollen in einer sozial akzeptablen Weise bezahlt werden, dafür gibt es spezielle Kredittechnologien.
- Es wird ein Folgekredit in Aussicht gestellt
- Eine Gruppenbildung ist möglich: Fünf bis sechs Kreditnehmer erhalten abwechselnd einen Kredit und bürgen füreinander. Gute Möglichkeit.
- Kundenkontakt: Die Mikrobank prüft das Geschäftsmodell des Kreditnehmers und passt die Rückzahlungsintervalle ganz genau an. Eine monatliche Zahlung kann möglich sein, ebenfalls eine wöchentliche. Das kommt auf die Möglichkeiten des Kreditnehmers an.
- Fokussierung auf Frauen: Ein viel diskutiertes Thema: Viele Organisationen vergeben Kredite nur an Frauen, Frauen werden als kreditwürdiger und verlässlicher empfunden.
Zinsen der Mikrokredite
Die Zinsen sind meistens einfache Zinsen (Restwertabschreibung) und das ganze läuft ohne Zinseszinsen.
Die Rückzahlungsquoten liegen bei 95 bis 100 Prozent.
Mikrokredite brauchen eine viel intensivere Beratung als normale Kredite.
Das ganze ist mit höheren Kosten verbunden.
Im Internet bekommen Sie weitere nützliche Informationen zum Thema Mikrokredite.
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